Für jeden regulierten Markt
  1. Schon heute
    Kosmetik

    Inhaltsstoffe (INCI), Allergene, Herkunft und Tierversuchsfreiheit nach EU-Kosmetikverordnung. Ein ESPR-Rechtsakt für Kosmetik ist möglich, aber noch nicht terminiert.

    Lebensmittel

    Wein-E-Label seit 2023, EUDR-Lieferkettennachweise, Nährwerte und Allergene - sektorspezifische Pflichten statt ESPR-DPP.

    Pharma

    Serialisierung nach EU-Fälschungsrichtlinie (FMD) seit 2019. Leitlinien zur ePI-Einreichung ab 2026, verpflichtend mit der Arzneimittelreform voraussichtlich 2028.

  2. Ab 2027
    Batterien

    EU-Batterieverordnung 2023/1542. Individuelle Pässe für EV-, LMT- und Industriebatterien mit Kapazitäts-, Lebensdauer- und Recyclingdaten.

  3. Ab 2028
    Bauwesen

    EU-Bauproduktenverordnung. Leistungs- und Konformitätserklärung, CE-Kennzeichnung, die Umweltmerkmale nach Anhang II und Rückbauangaben.

    Metalle

    Eisen, Stahl und Aluminium: CO2-Fussabdruck, Recyclinganteil, Herkunftsnachweise und Konfliktmineral-Deklarationen.

  4. Ab 2029
    Textilien & Mode

    ESPR-Delegierter Rechtsakt für Textilien. Materialzusammensetzung, Herkunftsnachweis, Pflegehinweise und Recycling-Informationen im DPP.

    Möbel

    Materialherkunft, Haltbarkeits-Tests, Reparaturoptionen und Recyclingfähigkeit gemäss ESPR für Möbel und Einrichtung.

    Autoteile & Reifen

    Reifenpass gemäss EU-Verordnung. Rollwiderstand, Nassgriff, Rollgeräusch und Recyclingfähigkeit. Ersatzteile mit Herkunftsnachweis.

    Chemikalien

    Detergenzien und Tenside für Endnutzer brauchen ab dem 23. September 2029 einen Produktpass. Für Chemikalien allgemein gibt es noch keinen Rechtsakt; REACH und CLP liefern schon heute Sicherheitsdatenblatt, Gefahrstoffinformationen und Entsorgungshinweise.

    FMCG

    Die EU-Verpackungsverordnung gilt seit dem 12. August 2026, die Kennzeichnung folgt 2028, Recyclingfähigkeit und Rezyklatanteile 2030. Detergenzien erhalten am 23. September 2029 einen echten Produktpass; für die übrigen Konsumgüter steht kein Termin fest.

  5. Voraussichtlich 2029
    Elektronik

    Reparierbarkeitsbewertung, Ersatzteilverfügbarkeit, Software-Updates und Rezyklatanteile nach den horizontalen Ökodesign-Rechtsakten. Ein Passtermin steht noch nicht fest.

  6. Ab 2030
    Spielzeug

    Neue EU-Spielzeugverordnung. Materialzusammensetzung, Altersfreigabe, Sicherheitszertifikate und Rückverfolgbarkeit.

  7. Noch ohne Termin
    Luxusgüter

    Kein eigener Rechtsakt und keine Nennung im ersten Ökodesign-Arbeitsplan; Bekleidung erfasst der Textil-Rechtsakt, der für 2027 erwartet wird. Echtheitszertifikate, Herkunftsnachweise, Handwerkskunst-Dokumentation und Fälschungsschutz sind heute der Nutzen eines Passes.

Wie Sie die Regulierungslandschaft lesen

Die Termine oben stammen aus drei verschiedenen Arten von Recht. Wer weiss, welche davon sein Produkt erreicht, weiss auch, wie fest ein Datum ist.

Sektorverordnungen mit eigenem Pass

Die Batterieverordnung, die Spielzeugverordnung, die Detergenzienverordnung und die Bauproduktenverordnung schreiben den Pass in ihren eigenen Text, mit Datum: Batterien ab dem 18. Februar 2027, Spielzeug ab dem 1. August 2030, Detergenzien ab dem 23. September 2029 (siehe Chemikalien und FMCG), Bauprodukte sobald der delegierte Rechtsakt vorliegt. Diese Daten sind geltendes Recht; wo Einzelheiten auf einen weiteren Rechtsakt warten, sagt die Seite das.

Produktgruppen unter der Ökodesign-Verordnung

Die ESPR, die Verordnung (EU) 2024/1781, setzt selbst kein Datum. Sie ermächtigt zu delegierten Rechtsakten je Produktgruppe, und jeder Rechtsakt lässt den Wirtschaftsakteuren mindestens 18 Monate (Art. 4 Abs. 4). Der Arbeitsplan vom 16. April 2025 nennt Textilien, Eisen und Stahl, Aluminium, Reifen, Möbel und Matratzen mit indikativen Jahren für die Rechtsakte von 2026 bis 2029. Die Jahreszahlen auf diesen Seiten sind deshalb Erwartungen, keine Fristen: Textilien, Metalle, Reifen, Möbel, Elektronik, Luxusgüter.

Pflichten, die heute ohne Pass gelten

Kosmetik, Lebensmittel und Pharma tragen Informationspflichten nach älterem Recht, und die ESPR nimmt Lebensmittel, Futtermittel und Arzneimittel dauerhaft aus. Der Pass ist dort ein Weg, diese Pflichten dorthin zu tragen, wo das Etikett keinen Platz mehr hat, keine neue Verpflichtung: Kosmetik, Lebensmittel, Pharma.

So nutzen Sie dieses Nachschlagewerk

Jede Seite führt den Zeitplan mit jedem Datum aus dem Verordnungstext, die Rollen und was jede schuldet, die Pflichtdaten, die amtlichen Quellen mit Link an ihre Fundstelle, die Fragen, die uns am häufigsten gestellt werden, und dort, wo das Recht den Inhalt schon festlegt, eine Checkliste zum Abhaken online oder als PDF. Wir aktualisieren jede Seite, sobald neue regulatorische Informationen veröffentlicht werden.

Warum sich der Pass lohnt, bevor er Pflicht ist

Keines der Daten oben verpflichtet Sie heute zu einem Pass. Fünf Gründe, trotzdem nicht zu warten, und eine Bedingung.

Die Daten sind der lange Weg

Rund 70 Prozent der geforderten Felder liegen schon im Unternehmen, verteilt auf Tabellen, Datenblätter und Lieferantenmails. Sie zusammenzuführen und die fehlenden 30 Prozent zu beschaffen, kostet Monate; der Pass danach ist ein Knopfdruck. Wer heute anfängt, geht die lange Strecke in Ruhe, nicht im Quartal vor der Frist - warum der DPP zur Digitalisierung zwingt.

Ein prüfbares Verkaufsargument

Nachhaltigkeit behaupten kann jeder Prospekt. Ein Pass macht sie nachprüfbar: Jede Version ist signiert und lässt sich in jedem Browser gegen einen öffentlichen Schlüssel prüfen. Einkäufer, Handel und Ausschreibungen fragen heute schon nach Herkunft, Materialien und Reparierbarkeit; der QR-Code auf dem Produkt antwortet - vom Pflichtpass zum Marketinginstrument.

Ein festes Ziel, kein Prototyp

Sechs der acht europäischen DPP-Normen sind seit dem 15. Juli 2026 zitiert, das EU-Register ist seit dem 20. Juli 2026 in Betrieb, und jeder Pass teilt denselben Unterbau. Was Sie heute veröffentlichen, werfen Sie zur Frist nicht weg. Offen sind zwei Normen und die Registrierungsschnittstelle; den Eintrag ins Register nehmen Sie selbst vor, die Daten dafür hält Ihr Pass bereit - das DPP-Register ist Gesetz.

Die günstigere Hälfte der Rechnung

Ein Pass kostet einen Bruchteil dessen, was ein am Zoll festgehaltener Container, ein Rückruf ohne Chargenbezug oder ein Safety-Gate-Eintrag mit Ihrer Marke kostet. Wer vor der Frist beginnt, wählt das planmässige Szenario; wer im Jahr der Frist beginnt, das reaktive - was der DPP kostet und was Sanktionen kosten.

Ein Sortiment für die EU und die Welt

Wer ausserhalb der EU herstellt, für den ist der Pass der Marktzugang, und was für Europa strukturiert ist, trägt mit denselben Daten in jeden anderen Markt. Die Regeln der EU werden zur Vorlage für andere - der Brüssel-Effekt erklärt.

Die Bedingung: echte Daten

Ein prüfbarer Pass entlarvt eine geschönte Angabe schneller, als es eine Broschüre je getan hat. Und wo die ESPR eine Branche ausnimmt, etwa Lebensmittel und Arzneimittel, ist der Pass eine Erweiterung des Etiketts, kein Pass im Sinne der ESPR. Mit echten Daten steht Ihnen nichts im Weg: Ein Konto ist kostenlos, die erste Vorlage steht in Minuten - starten Sie heute.

Wir sagen Bescheid, wenn sich die Regeln bewegen

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