Alles, was Sie über Digitale Produktpässe, die ESPR-Verordnung und Transpareo wissen müssen.
Ein Digitaler Produktpass ist ein standardisierter, elektronischer Datensatz, der alle relevanten Informationen zu einem Produkt enthält - von der Materialzusammensetzung über die Herkunft bis hin zu Recycling-Anleitungen. Der DPP wird über einen QR-Code am Produkt zugänglich gemacht und ist Teil der EU-Verordnung für nachhaltige Produkte (ESPR).
Grundsätzlich jedes Unternehmen, das physische Produkte in der EU verkauft oder in die EU importiert - ausgenommen sind nur wenige Kategorien wie Lebensmittel, Futtermittel, lebende Tiere und Arzneimittel. Die Pflicht wird kategorienweise eingeführt; die genauen Termine legt die EU in einzelnen Rechtsakten fest:
Vier Dinge:
Sofort. Nach der Registrierung haben Sie Zugang zur Plattform. Sie importieren Ihre Produktdaten per Excel oder CSV, konfigurieren Ihr Branding und publizieren die ersten DPPs - vom Konto bis zum ersten veröffentlichten Produktpass vergeht typischerweise weniger als ein Tag.
Gerade dann. Das EU-Register wird derzeit aufgebaut, und die DPP-Pflicht greift erst schrittweise ab 2027. Diese Zeit ist Ihr Vorsprung: Wer jetzt beginnt, strukturiert seine Produkt- und Komponentendaten in Ruhe, statt später unter Termindruck.
Mit Transpareo bauen Sie Ihr Produktinventar von Anfang an in einer klaren, standardisierten Struktur auf. Ihre Daten gehören dabei jederzeit Ihnen: Sie exportieren sie als CSV, XLSX, JSON-LD oder SQL, binden sie per REST-API an Ihre Systeme an und verwalten sie mit Werkzeugen, die Sie selbst steuern. Wenn das Register öffnet, sind Ihre Daten bereits geordnet und veröffentlichungsbereit - Sie starten nicht bei null.
Warum die Digitalisierung der Produktdaten der eigentliche Aufwand ist - und sich sofort lohnt - lesen Sie in Der DPP zwingt zur Digitalisierung.
Transpareo übersetzt alle Produktdaten automatisch per KI in 39 Sprachen, einschliesslich aller 24 EU-Amtssprachen. Die Übersetzung ist im Tarif enthalten - keine zusätzlichen Kosten. Konsumenten sehen den DPP automatisch in ihrer Browsersprache.
Der GS1 Digital Link ist ein internationaler Standard, der eine Produkt-URL mit dem GTIN verknüpft - der Nummer hinter dem klassischen Strichcode auf Handelsprodukten. Statt eines proprietären QR-Codes enthält der DPP so eine standardisierte URL, die von jedem GS1-kompatiblen System aufgelöst werden kann.
Nicht jedes Produkt hat oder braucht einen solchen Code. Wenn Sie bereits GTINs nutzen, integriert Transpareo diese automatisch in die URL. Wenn nicht, vergibt Transpareo einen eigenen eindeutigen Identifier - ein GS1-Code oder GTIN ist keine Voraussetzung, um zu starten.
Ja. Transpareo bietet eine vollständige REST-API für bidirektionalen Datenaustausch. Sie können Produkte und Komponenten programmatisch anlegen, DPP-Daten aus Ihrem ERP oder PIM synchronisieren, Analytics-Daten in Ihr CRM oder Data-Warehouse exportieren und Daten per JSON integrieren.
Die API-Dokumentation ist nach der Registrierung verfügbar.
Transpareo unterstützt Excel (.xlsx), CSV und JSON für den Datenimport. Sie können bestehende Produktkataloge direkt hochladen. Das System erkennt die Spaltenstruktur automatisch und mappt die Felder auf die DPP-Datenstruktur. Für komplexe Integrationen steht die REST-API zur Verfügung.
Sie verbinden Ihre eigene Domain (z.B. dpp.ihrefirma.ch) per DNS-Eintrag. Anschliessend konfigurieren Sie Ihr Logo, Ihre Farben und Ihren Firmennamen ganz einfach selbst in der Plattform. Ihre Kunden sehen ausschliesslich Ihr Branding - kein Verweis auf Transpareo.
Alle Daten werden in europäischen Rechenzentren gehostet (Standort Deutschland). Das Hosting ist ISO 27001-zertifiziert und DSGVO-konform. Jeder Kunde erhält eine isolierte Datenumgebung. Backups werden verschlüsselt und in einem separaten Rechenzentrum gespeichert.
Mit Bring Your Own Key (BYOK) betreiben Sie einen eigenen Signatur-Endpunkt - der private Schlüssel verlässt Ihre Infrastruktur nie und wird von Transpareo zu keinem Zeitpunkt gehalten. Transpareo ergänzt lediglich eine unabhängige Gegensignatur, sodass jede DPP-Version zwei getrennte Autoritäten ausweist. Die zugehörigen öffentlichen Schlüssel werden pro Aussteller unter /.well-known/dpp-keys/ veröffentlicht und sind so von jedem Dritten überprüfbar.
Transpareo bietet Tarife für jede Unternehmensgrösse - vom Kleinunternehmen bis zum Konzern. Alle Tarife enthalten White-Label-Branding, KI-Übersetzung, Leadgenerierung, Analytics und API-Zugang. Gerade grössere Unternehmen schätzen, dass ein Konto mehrere Marken führen kann: Pro Marke oder Tochterfirma legen Sie einen eigenen Mandanten mit eigener Domain und eigenem Branding an - gemeinsam abgerechnet. Die aktuellen Tarife und Preise finden Sie transparent auf der Registrierungsseite - keine versteckten Kosten.
Ja. Jeder Tarif beinhaltet 8 Tage kostenlose Testphase mit vollem Funktionsumfang. Keine Kreditkarte erforderlich. Nach der Testphase entscheiden Sie, ob Sie das Abonnement fortsetzen.
Ja. Sozialen Organisationen, Schulen und Hochschulen stellen wir den Zugang zu Transpareo kostenlos zur Verfügung - damit auch sie Produkte transparent dokumentieren und in der Lehre mit echten Digitalen Produktpässen arbeiten können. Schreiben Sie uns kurz, wofür Sie sich engagieren, und wir übernehmen die Nutzungsgebühr.
Ja. Sie haben zwei Möglichkeiten: Innerhalb eines Kontos führen Sie mehrere Marken unter einem Dach - je Marke ein eigener Mandant mit eigener Domain und eigenem Branding, gemeinsam abgerechnet. Alternativ registrieren Sie mehrere unabhängige Transpareo-Sites - jede mit eigenem Branding, eigener Domain und eigenem Tarif. Letzteres ist ideal, wenn Sie unterschiedliche Industriezweige strikt getrennt halten möchten.
Ja - und das ist uns wichtig: Wir binden niemanden an Transpareo. Die Laufzeit beträgt immer einen Monat; Sie kündigen jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums, ohne Mindestlaufzeit und ohne Kündigungsfrist. Auch beim Gehen verlieren Sie nichts: Vor der Kündigung exportieren Sie alle Daten vollständig per API oder CSV. Wer bei uns bleibt, soll das tun, weil Transpareo überzeugt - nicht, weil ein Vertrag ihn hält.
Zahlungen erfolgen über Stripe - Kreditkarte (Visa, Mastercard, American Express), SEPA-Lastschrift, Apple Pay und Google Pay. Bei Vertragsabschluss bzw. monatlicher Erneuerung wird automatisch eine Rechnung ausgestellt und sofort über Stripe beglichen.
Transpareo richtet sich ausschliesslich an Geschäftskunden (B2B). Es fallen keine zusätzlichen Gebühren für Traffic, Speicherplatz oder Besucher an; die Tarife setzen eine faire Nutzung im Rahmen der jeweiligen Tarif-Kategorie voraus.
Schweizer und Liechtensteiner Kunden: Preise inklusive 8.1% MwSt. EU-Kunden mit gültiger USt-IdNr: Reverse-Charge, Rechnung netto. Kunden ausserhalb von Schweiz, Liechtenstein und EU: Rechnung netto, Versteuerung erfolgt durch den Kunden im Empfängerland.
Ja. Transpareo wird fortlaufend an die Delegierten Rechtsakte der EU angepasst. Die Plattform unterstützt alle aktuell definierten DPP-Datenfelder und wird bei neuen Anforderungen automatisch erweitert. Sie müssen sich nicht um die technische Compliance kümmern - das übernimmt Transpareo.
Ja. Transpareo ist vollständig DSGVO-konform. Alle personenbezogenen Daten (z.B. aus der Leadgenerierung) werden in europäischen Rechenzentren verarbeitet und gespeichert. Wir stellen einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) bereit und unterstützen Sie bei der Erfüllung Ihrer Datenschutzpflichten.
Das hängt von Ihrer Branche und Produktkategorie ab. Generell umfassen die Pflichtdaten:
Transpareo stellt branchenspezifische Templates bereit, die alle Pflichtfelder abdecken.
Die EU-Verordnung sieht Sanktionen vor, die von den Mitgliedstaaten festgelegt werden. Diese können Geldstrafen, Verkaufs- und Importverbote sowie den Rückruf nicht-konformer Produkte umfassen. Die genauen Sanktionen variieren je nach Mitgliedstaat und werden derzeit konkretisiert. Frühzeitige Vorbereitung ist daher empfehlenswert.
Ja. Obwohl die DPP-Pflicht primär den EU-Markt betrifft, können Sie Transpareo auch für andere Märkte nutzen. Der Digitale Produktpass ist ein exzellentes Marketing-Instrument, unabhängig von regulatorischen Anforderungen. Zudem arbeiten die USA, UK und weitere Länder an ähnlichen Regulierungen. Mehr dazu: ein DPP für EU und China.
Stand Juni 2026 noch nicht - die Europäische Kommission hat das Aufnahmeverfahren für die offizielle Liste der DPP-Diensteanbieter (Artikel 2 Nummer 32 der EU-Verordnung 2024/1781) noch nicht eröffnet. Transpareo wird einen Antrag stellen, sobald das Verfahren publiziert ist; die Antragsdokumente bereiten wir bereits jetzt entsprechend vor.
Die Listung obliegt der Kommission und kann nicht garantiert werden. Unabhängig davon bleibt die Plattform-Funktion vollständig nutzbar: Sie erstellen, veröffentlichen und verwalten DPPs wie gewohnt. Die offizielle Registrierung im Kommissionsregister wäre - sollte unser Antrag nicht durchgehen - durch Sie selbst oder über einen anderen gelisteten Anbieter vorzunehmen. Ihre Daten und Ihre DPP-URLs bleiben davon unberührt.
Marktüberwachungs- und Prüfbehörden erhalten einen eigenen Lese-Schlüssel, auf festgelegte Hersteller begrenzt, getrennt von Ihren eigenen API-Schlüsseln. Jeder Zugriff wird in einem Audit-Log protokolliert. Die DPP-URLs bleiben stabil - selbst wenn Sie als Hersteller Ihren Vertrag kündigen: Die unveränderbare Vault-Kopie jeder DPP-Version überlebt die Kündigung und bleibt für Behörden über deren eigenen Lese-Schlüssel erreichbar.
Schon unsere Eigentümerstruktur ist auf Dauer angelegt: 51 Prozent der Transpareo AG hält die gemeinnützige Transpareo Stiftung in Liechtenstein. Eine Stiftung kann ihr Vermögen nicht veräussern - die Mehrheit am Unternehmen kann damit nie den Besitzer wechseln, und der langfristige Fortbestand von Transpareo ist strukturell gesichert.
Die DPP-Pflicht trifft Sie als Hersteller über zehn Jahre und mehr. Und selbst für den unwahrscheinlichen Fall, dass es Transpareo einmal nicht mehr gäbe, überleben Ihre DPPs - dafür sorgen vier konkrete Bausteine:
Unser Team berät Sie gerne persönlich. Schreiben Sie uns oder vereinbaren Sie eine Demo.