Ein Assistent im Applikations-Manager

Ein Assistent im Applikations-Manager

Im Applikations-Manager arbeitet ab sofort ein KI-Assistent mit. Er kennt die Seite, auf der Sie gerade sind, handelt mit Ihren Rechten und legt Ihnen jeden heiklen Schritt zur Genehmigung vor.

Vor knapp zwei Wochen haben wir in Transpareo im Zeitalter der KI-Agenten beschrieben, wie ein Assistent von aussen mit Transpareo arbeitet: Sie verbinden Ihren eigenen Assistenten, und er liest Anforderungen, prüft Pässe und veröffentlicht sie.

Denselben Assistenten gibt es jetzt auch direkt im Applikations-Manager. Zu installieren und zu verbinden ist nichts. Ein Administrator hinterlegt einmal den Schlüssel eines KI-Anbieters, und ab dann öffnet jeder, dem er es erlaubt, den Assistenten über die Schaltfläche in der oberen Leiste.

Was er für Sie tut

Der Assistent erscheint als kleines Fenster über der Seite, das Sie verschieben und grösser ziehen können. Es bleibt offen, während Sie im Applikations-Manager weiterarbeiten.

Er weiss, wo Sie sind. Öffnen Sie ihn auf einem Produkt, bezieht er Ihre Fragen auf dieses Produkt, und die Vorschläge für den Einstieg passen zur Seite. Fragen Sie auf einem Entwurf «Was fehlt noch, bevor ich diesen Pass veröffentlichen kann?», fragt er bei der Plattform nach, was ein Pass dieses Produkts verlangt, lässt den Entwurf prüfen und nennt die fehlenden Angaben. Seiten, die er erwähnt, verlinkt er, sodass Sie mit einem Klick dort sind.

Er liest mit, was Sie ihm geben. Eine Tabelle vom Lieferanten, als XLSX-, CSV-, ODS- oder JSON-Datei, ziehen Sie in das Fenster. Sie landet in Ihrem Arbeitsbereich und wird nach 24 Stunden gelöscht. Der Assistent liest sie abschnittsweise, schlägt vor, welche Spalte zu welcher Eigenschaft gehört, und übergibt sie dem Importer. Ein Datenblatt als PDF oder das Foto eines Typenschilds liest er ebenfalls; diese Dateien schickt Ihr Browser dafür mit der Anfrage an den Anbieter.

Er kennt die Hilfe. Wie der Importer Spalten zuordnet oder was eine Granularität ist, schlägt er in den Hilfeartikeln nach und antwortet mit dem, was dort steht.

Frühere Gespräche finden Sie im Verlauf des Fensters, durchsuchbar und mit den letzten 30 Gesprächen.

Er handelt als Sie

Für jede Person, die den Assistenten nutzt, legt Transpareo einen eigenen Zugang an, der in der Liste der API-Zugänge als Assistent von mit dem Namen der Person erscheint und dort jederzeit abgeschaltet werden kann.

Dieser Zugang wird bei jedem einzelnen Aufruf auf die Rechte der Person begrenzt. Wer keine Pässe veröffentlichen darf, bekommt einen Assistenten, der keine veröffentlicht. Entzieht ein Administrator ein Recht, fehlt es dem Assistenten beim nächsten Aufruf.

Der Assistent kann nie mehr als die Person, die ihn gerade nutzt.

Was der Assistent ändert, geht über dieselbe Schnittstelle wie jede andere Änderung und steht im selben Audit-Log. Lehnt die Plattform etwas ab, bekommt er dieselbe Fehlermeldung, die ein Mensch an der Kommandozeile sieht: welches Feld fehlt und was zu tun ist. Damit korrigiert er sich in aller Regel selbst.

Heikle Schritte warten auf Sie

Vor jedem Schritt, der sich nicht still zurücknehmen lässt, hält der Assistent an und zeigt Ihnen eine Karte: welcher Vorgang, mit welchen Angaben, genau so, wie er abgeschickt wird. Sie genehmigen oder lehnen ab, auf Wunsch mit einer Begründung, und der Assistent liest diese Begründung und richtet sich danach.

Was sich nicht still zurücknehmen lässt, geschieht erst, wenn ein Mensch es genehmigt hat.

In der Voreinstellung gilt das für das Veröffentlichen und Zurückziehen von Pässen und Produkten, für das Anlegen ganzer Serien und für alles, was sich nicht rückgängig machen lässt. Verlangt ein Vorgang eine ausdrückliche Bestätigung, etwa das Ungültigmachen eines Passes, setzt das Fenster sie ein, nachdem Sie genehmigt haben; der Assistent tippt sie nie selbst.

Wer jede Änderung selbst genehmigen möchte, stellt das im Fenster um: Das Uhr-Symbol im Kopf des Fensters öffnet die früheren Gespräche, und darunter steht die Einstellung Genehmigungen. Voreingestellt ist Nur riskante Schreibvorgänge; mit Jeder Schreibvorgang legt Ihnen der Assistent jede Änderung vor. Die Wahl gilt für den Browser, in dem Sie sie treffen. Eine Einstellung ganz ohne Genehmigungen gibt es nicht.

Einen Import legt Ihnen der Assistent in der Voreinstellung nicht zur Genehmigung vor, weil ein Import drei eigene Sicherungen hat:

  • Ist unklar, wohin eine Spalte gehört, fragt der Assistent Sie, bevor etwas geschrieben wird.
  • Vor dem Schreiben prüft ein Probelauf jede Zeile. Scheitert auch nur eine, wird keine geschrieben.
  • Ein abgeschlossener Import lässt sich als Ganzes zurücknehmen.

Mit Jeder Schreibvorgang erscheint auch vor einem Import eine Karte. Sie nennt die Spalten, aus denen neue Eigenschaftstypen werden.

Ein Assistent liest auch Texte von Lieferanten, und darin kann eine Anweisung stehen, die jemand ihm unterschieben möchte. Die Karte zeigt deshalb die tatsächlichen Angaben, die abgeschickt werden, und seine Antworten erscheinen als reiner Text, in dem nichts ausgeführt wird. Diese Stelle hat uns beim Bau am meisten beschäftigt, und wir halten sie für die wichtigste.

Ihr Anbieter, Ihr Vertrag

Welcher KI-Anbieter antwortet, entscheiden Sie. Zur Auswahl stehen Anthropic, die ihr eigenes Protokoll nutzt, und ein gutes Dutzend Anbieter mit der OpenAI-Chat-Schnittstelle, darunter Mistral, IONOS und OVHcloud. Die europäischen stehen vorn in der Liste, und zu jedem steht das Land, in dem gerechnet wird. Eine eigene Adresse lässt sich ebenfalls eintragen, mit etwas Einrichtung auch für ein Modell, das in Ihrem eigenen Haus läuft.

Der Schlüssel wird verschlüsselt gespeichert und aus Ihrem Browser verwendet. Die Anfrage geht von Ihrem Rechner direkt zum Anbieter; für den Assistenten sprechen unsere Server mit keinem KI-Anbieter. Was der Anbieter zu sehen bekommt, ist das, was der Assistent für Ihre Frage liest: Produktdaten, Hilfetexte, angehängte Dateien. Was dort damit geschieht, regelt Ihr eigener Vertrag mit ihm.

Den Assistenten ganz im Browser laufen zu lassen, ist eine Entscheidung für Ihre Vertraulichkeit. Was Sie schreiben und was das Modell antwortet, lesen nur Sie und Ihr KI-Anbieter. Der Text Ihrer Gespräche erreicht unsere Server nie, und darum können wir ihn weder speichern noch auswerten noch an jemanden herausgeben. Bei uns kommen nur die Aufrufe an, mit denen der Assistent Daten in Ihrem Arbeitsbereich liest oder ändert, wie bei jedem anderen Zugang, und angehängte Tabellen für den Importer.

Ihre Gespräche mit dem Assistenten lesen nur Sie und Ihr KI-Anbieter.

Das hat eine Folge, die wir offen nennen möchten: Frühere Gespräche liegen nur in dem Browser, in dem sie geführt wurden, und ein anderes Gerät beginnt mit einem leeren Verlauf. Ein Verlauf über alle Geräte hätte bedeutet, Ihre Gespräche bei uns zu speichern.

Was es kostet

Transpareo berechnet für den Assistenten nichts zusätzlich; er ist in jedem Tarif enthalten. Die Rechenleistung bezahlen Sie beim Anbieter, abgerechnet pro Token.

Damit Sie die Kosten im Blick behalten, führt das Fenster zu jeder Antwort auf, wie viele Tokens sie verbraucht hat: gelesen, geschrieben und aus dem Cache. Ein Klick auf den kleinen Kreis am Ende der Antwort zeigt diese Zahlen, zusammen mit den Werkzeugen, die der Assistent dafür aufgerufen hat.

Dafür brauchen Sie ein Konto auf der Entwicklerplattform des Anbieters, mit dort eingerichteter Abrechnung. Ein Chat-Abonnement, wie es viele für den Alltag nutzen, ist ein getrenntes Produkt: Es enthält keinen API-Zugang, und sein Login funktioniert hier nicht. Das Formular für den Anbieter sagt das an derselben Stelle, an der Sie den Schlüssel eintragen.

So richten Sie ihn ein

  1. Anbieter hinterlegen. Im Menüpunkt KI-Anbieter wählen Sie den Anbieter, tragen den Schlüssel ein und wählen das Modell aus der Liste, die der Anbieter zu Ihrem Schlüssel meldet.
  2. Berechtigung erteilen. Administratoren haben den Assistenten immer. Allen anderen geben Sie über die Rollen die Berechtigung Den Assistenten nutzen.
  3. Fragen. Die Schaltfläche in der oberen Leiste öffnet das Fenster.

Wer lieber mit einem Assistenten ausserhalb des Applikations-Managers arbeitet oder Abläufe per Skript automatisiert, nutzt weiterhin die Verbindung und die Kommandozeile aus dem Artikel über KI-Agenten. Beide Wege greifen auf dieselben Werkzeuge zu.

Die meiste Arbeit an einem Produktpass steckt im Ordnen der Produktdaten, wie wir in Der DPP zwingt zur Digitalisierung beschrieben haben. Bei genau dieser Arbeit hilft der Assistent jetzt auf der Seite, auf der sie anfällt.

Fragen zu diesem Beitrag

Kostet der Assistent extra?

Bei Transpareo nicht. Der Assistent ist in jedem Transpareo-Tarif enthalten. Die Rechenleistung bezahlen Sie direkt beim KI-Anbieter, pro Token, über ein Konto auf dessen Entwicklerplattform. Ein Chat-Abonnement beim Anbieter enthält keinen API-Zugang und lässt sich hier nicht verwenden.

Welche KI-Anbieter werden unterstützt?

Anthropic, die ihr eigenes Protokoll nutzt, sowie ein gutes Dutzend Anbieter mit der OpenAI-Chat-Schnittstelle, darunter Mistral, IONOS und OVHcloud. Europäische Anbieter stehen vorn in der Auswahl, jeweils mit dem Land, in dem gerechnet wird. Eine eigene Adresse lässt sich ebenfalls eintragen, etwa für ein Modell, das in Ihrem eigenen Haus läuft.

Sieht Transpareo unsere Gespräche?

Nein. Ihre Gespräche lesen nur Sie und Ihr KI-Anbieter. Das Gespräch läuft in Ihrem Browser, und die Anfragen gehen von dort direkt zu Ihrem Anbieter. Frühere Gespräche liegen ebenfalls nur in diesem Browser. Eine angehängte Tabelle liegt 24 Stunden in Ihrem Arbeitsbereich, damit der Importer sie lesen kann. Was der Assistent in Transpareo ändert, steht wie jede andere Änderung im Audit-Log.

Kann der Assistent mehr als ich?

Nein. Er arbeitet mit einem eigenen Zugang je Person, der bei jedem Aufruf auf die Rechte dieser Person begrenzt wird. Verliert jemand ein Recht, verliert es sein Assistent beim nächsten Aufruf ebenfalls.

Wer darf den Assistenten nutzen?

Wer die Berechtigung Den Assistenten nutzen hat. Administratoren haben sie immer, allen anderen erteilen Sie sie über die Rollen wie jede andere Berechtigung.

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