Transpareo im Zeitalter der KI-Agenten

Transpareo im Zeitalter der KI-Agenten

Immer mehr Compliance-Arbeit erledigen nicht Menschen, sondern Assistenten. Was eine Plattform dafür können muss, und wie weit ein Assistent kommt, wenn sie es kann.

Es ist kurz nach Schichtende. Die Compliance-Verantwortliche exportiert die Schichtliste aus dem Produktionssystem, legt sie in ihren Assistenten und schreibt einen Satz: «Veröffentliche Produktpässe für die Zellen aus dieser Liste.»

Der Assistent liest 1240 Seriennummern mit ihren Chargen, fragt bei Transpareo nach, was ein Pass dieses Produkts braucht, legt die Pässe an und lässt sie gegen die Regeln der Verordnung prüfen. Antwort: 1237 bereit, 3 nicht, weil in einer Charge der CO2-Fussabdruck fehlt. Sie liefert den Wert nach, der Assistent veröffentlicht. Zwei Tage später verlassen die Zellen das Werk, jede mit einem QR-Code, unter dem ihr Pass antwortet.

Das ist keine Zukunftsszene: Mit Transpareo geht das heute. Ein Assistent erledigt hier eine Compliance-Aufgabe vom Auftrag bis zum signierten Pass, und die Plattform gibt ihm unterwegs alles an die Hand, was er dafür wissen muss.

Probieren Sie es jetzt aus

Haben Sie ein Konto bei Claude, ChatGPT, Grok oder Gemini, das Anwendungen verbinden darf? Dann verbinden Sie es mit unserer Demo. Die ist ein Spielplatz: Jede Stunde baut sie sich neu auf, und was Sie darin anstellen, ist bis dahin wieder fort.

  1. Verbinden. Legen Sie in Ihrem Assistenten eine neue Anwendung an, tragen Sie https://demo.transpareo.com/mcp als Adresse ein und klicken Sie auf «Verbinden».
  2. Freigeben. Melden Sie sich mit tester und DemoPass2027 an - die Zugangsdaten stehen hier absichtlich. Der Bildschirm danach benennt jede Berechtigung einzeln. Die lesenden dürfen Sie dauerhaft erlauben; die schreibenden lassen Sie sich besser einzeln bestätigen.
  3. Fragen. Zurück im Chatfenster fragen Sie in Alltagssprache, etwa «Liste unsere Produktpässe auf.»
Transpareo im Zeitalter der KI-Agenten: connect
Die Demo, verbunden mit Claude: gefragt war eine Liste, zurück kam sie mit dem Lebenslauf jedes Passes.

Gefragt war eine Liste; gelesen wurde der Zustand.

Zurück kommt nicht nur, was Sie erfragt haben, sondern auch, in welchem Zustand es ist. Möglich wird das, weil die Schnittstelle mehr mitgibt als die Zeilen selbst: wie viele es sind, wo sie im Lebenslauf stehen, was fehlt.

Das ist der Grund für diesen Artikel. Der Rest erklärt, warum es funktioniert.

Gesagt, getan

Anzubinden war genau eine Seite: der Assistent an Transpareo, die drei Schritte von eben. Die andere war eine Datei, die das Produktionssystem ohnehin ausgibt. Niemand hat festgelegt, welche Spalte auf welches Feld passt, niemand pflegt eine Schnittstelle: Der Assistent hat die Liste gelesen und die Pässe geschrieben, und was er tun sollte, stand in einem Satz. Ändert sich die Liste, ändert sich eine Anweisung an den Assistenten, kein Programmcode.

Ihr System muss dafür nichts können. Es muss nur ausgeben, was es ohnehin ausgibt: die Exportdatei, die Liste aus dem Bericht, die Tabelle vom Schichtende.

Dieselbe Liste liesse sich auch von Hand einlesen. Der Importer im Applikations-Manager nimmt Tabellen entgegen, benennt die Spalten, die er erkannt hat, prüft den Lauf, bevor etwas entsteht, und macht ihn auf Wunsch wieder rückgängig. Das Ergebnis wäre dasselbe gewesen. Nur hätte jemand die Zuordnung bestätigen, den Bericht lesen und die drei fehlenden Werte selbst nachtragen müssen. Ein Assistent ändert nicht, was möglich ist, sondern wie lange es dauert.

Die Integrationsarbeit, die bisher am Anfang jedes Compliance-Projekts stand, passt heute in einen Satz Alltagssprache.

Das ist der eigentliche Umbruch. Vorausgesetzt, die Plattform am anderen Ende kann einem Programm sagen, was sie verlangt.

Programme waren immer schon die Hauptleser

Ein Produktpass wird selten von Hand gelesen. Er wird gescannt, abgerufen, geprüft, weitergereicht und archiviert, und das meiste davon erledigt Software: die Kasse des Händlers, das System des Recyclers, das Prüfwerkzeug einer Behörde, der Importeur, der wissen will, ob ein Los konform ist. Die meisten seiner Leser lesen ihn also nicht mit den Augen, sondern mit einem Programm.

Transpareo ist deshalb um seine Schnittstelle herum gebaut. Jeder veröffentlichte Pass ist ein signiertes, maschinenlesbares Dokument, und die Schnittstelle deckt den ganzen Lebenslauf ab: von den Eigenschaftstypen eines Produkts über Prüfung und Anlegen bis zur Veröffentlichung und den Ereignissen eines einzelnen Stücks im Feld. Und sie ist versioniert: Wer heute etwas dagegen baut, baut nicht auf Sand. Neu ist also nicht, dass Programme mit Pässen arbeiten. Neu ist, welche Programme.

Und darum endet die Arbeit eines Assistenten nicht beim Anlegen. Dieselbe Art Satz trägt durch den Rest des Lebenslaufs:

  • «Ruf alle Pässe der Charge B-2214 zurück.»
  • «Trag für Los 88 den neuen CO2-Wert nach.»
  • «Zeig mir alle Pässe, die diesen Monat in Reparatur gegangen sind.»

Jeder dieser Sätze wird zu denselben Aufrufen, die ein Mensch im Applikations-Manager auslöst, und hinterlässt dieselbe Spur.

Ein Assistent muss fragen können, nicht raten

Ein Assistent ist ein sehr schneller Mitarbeiter ohne Vorwissen über Ihr Unternehmen. Er tut, was man ihm sagt, und er füllt Lücken mit Vermutungen, wenn man ihm keine Antworten gibt. Vier Dinge verwandeln das Raten in Arbeiten.

Er muss fragen können, was verlangt ist. Zu jedem Produkt und jeder Granularität beantwortet die Plattform, welche Kennungen und Eigenschaften ein Pass braucht und welche davon schon am Produkt hinterlegt sind. Für ein Einzelstück sieht das so aus:

{
  "identifiers": {
    "batchIdentifier": { "required": true },
    "modelIdentifier": { "required": true, "source": "product", "value": "4006381333931" },
    "serialIdentifier": { "required": true }
  }
}

Zwei der drei Kennungen muss der Assistent beschaffen, die dritte steht bereits am Produkt. Das ist eine Arbeitsanweisung, keine Ratestunde.

Er muss prüfen können, ohne zu schreiben. Eine Prüfung führt dieselben Kontrollen aus wie eine Veröffentlichung und legt nichts an. Genau daher kam oben die Zahl 1237 zu 3, bevor irgendetwas veröffentlicht war.

Er muss verstehen, warum etwas abgelehnt wurde. Eine Ablehnung nennt das Feld und sagt, was zu tun ist:

PRODUCT_INVALID: Product invalid
Correct the attributes listed under fields and resend the request.
  brand: Brand needs a brand - none was given
  componentsInput: Components input missing

Ein Assistent, der das liest, ergänzt zwei Angaben und schickt erneut. Einer, der nur eine Fehlernummer bekommt, probiert Dinge aus. Es ist derselbe Wortlaut, den ein Mensch an der Kommandozeile sieht.

Er darf sich nicht verzählen. Bricht eine Verbindung ab und versucht es der Assistent noch einmal, entsteht trotzdem nur ein Pass, nicht zwei. Schreibende Aufrufe tragen einen Schlüssel, an dem die Plattform eine Wiederholung als Wiederholung erkennt.

Jeder Zugang lässt sich zurücknehmen

Je mehr Programme an Ihren Daten arbeiten, desto wichtiger wird, wer was darf. Ein Zugang wird im Applikations-Manager angelegt und zeigt sein Geheimnis ein einziges Mal. Danach arbeitet das Programm mit Token, die nach einer Stunde verfallen, und das Geheimnis reist nur zu der Stelle, die Token ausgibt. Hinterlegt wird es im Schlüsselbund des Betriebssystems, nie in einem Kommandozeilenargument, das sonst in jeder Prozessliste stünde.

Jeder Zugang trägt genau die Rechte, die Sie ihm geben: Lesen ist eines, Schreiben ein anderes, Veröffentlichen ein drittes, und beschränken lässt er sich bis auf einzelne Produkte. Unumkehrbare Vorgänge verlangen zusätzlich eine Bestätigung.

Verbindet sich ein Assistent im Browser, erscheint vor der Freigabe ein Bildschirm, der jede einzelne Berechtigung benennt, die er verlangt. Wird sie erteilt, steht die Verbindung auf der Seite der Zugänge, mit Namen und Datum der Person, die sie freigegeben hat, und wird dort auch wieder abgeschaltet.

Ein Zugang, den man nicht zurücknehmen kann, ist kein Zugang, sondern ein Schlüssel unter der Fussmatte.

Ihre Daten bleiben bei Ihnen

Von sich aus sendet Transpareo nichts an einen KI-Anbieter. Was bei einem ankommt, ist das, was Sie über Ihren Assistenten abrufen - und welcher das ist und ob er innerhalb der EU verarbeitet, entscheiden Sie, nicht wir. Das Werkzeug, das die Verbindung herstellt, läuft auf Ihrem eigenen Rechner, und sein Quelltext ist offen: Ihre Sicherheitsabteilung kann nachlesen, was es tut, statt es zu glauben.

Für ein europäisches Unternehmen ist das die entscheidende Stelle. Die Plattform selbst liegt in ISO-27001-zertifizierten Rechenzentren in Deutschland; wohin darüber hinaus etwas geht, bestimmt allein die Wahl des Assistenten. Sie können einen nehmen, der in der EU verarbeitet, oder einen, der Ihr Unternehmen nie verlässt: transpareo mcp bedient das Protokoll auf Ihrem eigenen Rechner, und welches Modell dahinter arbeitet, ist Ihre Sache.

Dazu kommt, was in einem Produktpass überhaupt steht. Das sind in aller Regel Produktdaten: Seriennummern, Chargen, Materialien, Messwerte. Wo doch einmal ein Personenbezug im Spiel ist, entscheiden Ihre eigenen Regeln, wer ihn sehen darf, und die Freigabe lässt sich genau darauf zuschneiden: nur lesen, nur bestimmte Produkte, jederzeit abschaltbar.

Eingerichtet ist es in Minuten

Für Ihren eigenen Arbeitsbereich gilt dasselbe, unter seiner eigenen Adresse, etwa https://dpp.example.com/mcp: dieselben drei Schritte, zu installieren ist nichts.

Wer lieber tippt oder Abläufe in Skripte giesst, nimmt die Kommandozeile. transpareo ist ein einzelnes Programm, dessen Befehle aus der Beschreibung der Schnittstelle erzeugt werden: Was die Plattform kann, kann das Werkzeug, ohne dass jemand beides von Hand angleicht. Es ist quelloffen und liegt auf GitHub. Drei Zeilen: installieren, anmelden, nachsehen, was der Zugang darf.

curl -fsSL https://transpareo.com/cli/install.sh | sh
transpareo auth login --host dpp.example.com --client-id <id>
transpareo me

Das Geheimnis liest auth login von der Standardeingabe oder aus einer Umgebungsvariable, nie aus einem Argument, das sonst in der Prozessliste und in der Shell-Historie stünde. Danach arbeitet dieselbe Binärdatei die Abläufe ab:

transpareo dpps requirements --product-id 8 --granularity item
transpareo dpps validate --file passport.json
transpareo dpps create --file passport.json
transpareo dpps publish <code>
transpareo events tail --follow

Läuft ein Assistent auf Ihrem eigenen Rechner, verbindet ihn eine weitere Zeile:

transpareo setup claude

Dieselben Vorgänge stehen dann als Werkzeuge bereit, unter sprechenden Namen: dpp_requirements, validate_dpp, create_dpp, publish_dpp, tail_events. Was Sie an der Kommandozeile tippen und was ein Assistent aufruft, ist dasselbe. Dazu kommt eine Anleitung für Assistenten, die die üblichen Abläufe beschreibt, damit keiner die Reihenfolge durch Versuch und Irrtum lernen muss. Und wer lieber direkt programmiert, findet die vollständige Beschreibung der Schnittstelle auf jedem Arbeitsbereich unter /apidocs.

Ein Assistent kostet nichts extra

Nichts zusätzlich. Ein Assistent verbindet sich als API-Nutzer, und der Zugang für Programme ist in jedem Tarif enthalten. Gezählt werden veröffentlichte Pässe, nicht die Anzahl der Menschen oder Programme, die daran arbeiten. Wer seine Compliance-Arbeit automatisiert, soll dafür keine Rechnung bekommen.

Die Arbeit beginnt vor der Pflicht

Ab Februar 2027 ist der Produktpass für Batterien verbindlich, andere Produktgruppen folgen. Der eigentliche Aufwand liegt nicht im Pass, sondern im Ordnen der Produktdaten, und genau diese Arbeit übergeben Unternehmen gerade an Assistenten: Felder zusammentragen, Lücken finden, Lieferantenangaben nachfassen, prüfen, wiederholen. Wie diese Daten überhaupt in den Pass gelangen, beschreibt Ein Strom, eine Richtung; wie eine eigene Anbindung dafür aussieht, der Leitfaden zur ERP-Anbindung.

Ein Assistent, der raten muss, erzeugt Pässe, die plausibel aussehen und einer Prüfung nicht standhalten. Ein Assistent, der fragen kann, erzeugt Pässe, die stimmen. Der Unterschied entsteht nicht beim Assistenten. Er entsteht bei der Plattform, an die er sich wendet.

Fragen zu diesem Beitrag

Kostet ein Zugang für einen Assistenten extra?

Nein. Ein Assistent verbindet sich als API-Nutzer, und der Zugang für Programme ist in jedem Tarif enthalten. Was gezählt wird, sind veröffentlichte Pässe, nicht die Anzahl der Menschen oder Programme, die daran arbeiten.

Kann ein Assistent versehentlich etwas veröffentlichen?

Veröffentlichen ist eine eigene Handlung mit einer eigenen Berechtigung, und eine Berechtigung, die Sie nicht erteilt haben, existiert für diesen Zugang nicht. Wer einem Assistenten das Lesen und das Prüfen erlaubt, aber nicht das Veröffentlichen, bekommt einen Assistenten, der genau das tut. Unumkehrbare Vorgänge verlangen zusätzlich eine Bestätigung, und ein Nur-Lese-Modus schaltet alles Schreibende ab, während das Prüfen erlaubt bleibt.

Bekommt ein KI-Anbieter unsere Produktdaten zu sehen?

Von uns nicht. Transpareo sendet keine Daten an einen KI-Anbieter. Welchen Assistenten Sie einsetzen und ob er innerhalb der EU verarbeitet, entscheiden Sie; das Werkzeug, das die Verbindung herstellt, läuft auf Ihrem eigenen Rechner und ist quelloffen, sodass Ihre Sicherheitsabteilung seinen Code lesen kann.

Bekommt ein Assistent unsere Zugangsdaten?

Das Geheimnis verlässt den Rechner, auf dem es hinterlegt wurde, nur in Richtung der Stelle, die dafür Token ausgibt, und wird im Schlüsselbund des Betriebssystems abgelegt, nicht in einer Datei und nie in einem Kommandozeilenargument. Gearbeitet wird danach mit einem Token, das nach einer Stunde verfällt. Ein Assistent im Browser bekommt gar kein Geheimnis, sondern eine Verbindung, die Sie freigeben und jederzeit wieder trennen.

Woher weiss ein Assistent, welche Angaben ein Pass braucht?

Er fragt danach. Zu jedem Produkt und jeder Granularität beantwortet die Plattform, welche Kennungen und Eigenschaften verlangt sind und welche davon bereits am Produkt hinterlegt sind. Das ist der Unterschied zwischen einem Assistenten, der die Anforderungen liest, und einem, der sie errät.

Was passiert, wenn ein Assistent etwas falsch macht?

Er bekommt eine Fehlermeldung, die benennt, welches Feld fehlt und was zu tun ist, und die Plattform schreibt nichts. Dieselbe Meldung erreicht einen Menschen an der Kommandozeile und einen Assistenten über seine Werkzeuge, im selben Wortlaut. Ein Assistent, der eine brauchbare Fehlermeldung bekommt, korrigiert sich selbst; einer, der nur eine Nummer bekommt, rät.

Ist das quelloffen?

Das Kommandozeilenwerkzeug ist quelloffen unter der MIT-Lizenz und öffentlich einsehbar auf GitHub. Jede Veröffentlichung trägt eine Signatur, eine Stückliste der enthaltenen Bestandteile und einen Herkunftsnachweis; das Werkzeug prüft diese Signatur, bevor es sich selbst aktualisiert, und installiert nichts, wenn die Prüfung fehlschlägt.

Neues zum Produktpass, bevor es dringend wird

Wir schreiben, was sich in der Regulierung und in der Technik bewegt, in verständlicher Sprache und ohne Marketinglärm.